Neuerscheinung Ende 2020:

Das Buch „Des Glöcklein dumpfes Schallen – Von Bergmannspflicht und Bergmannstod“ beruht auf Berichten von Überlebenden des Grubenunglücks vom 22.02.1960 auf Schacht „Karl-Marx“ in Zwickau sowie Erinnerungen wichtiger Retter rund um die verheerende Katastrophe.

Dabei belässt es der Autor bei jenen Kumpeln, die überlebt haben, nicht bei der Wiedergabe ihres Schicksal-Tages. Mit Blick auf Geschichte und Religion bzw. Mystik und Wissenschaft „gräbt er tiefer“, um aufzuhellen, was der „Himmel“ eigentlich ist, den Berglehrling Wilfried Papenfuß nach geglückter Flucht „mit Freude“ gesehen hatte. Oder was es heißt, für den „Berggeist“ gehalten zu werden, wie es dem Grubenschlosser Karl-Heinz Liebold erging. Er tauchte gegen 15 Uhr lebend – „Kopf“ Blindschacht 32 – auf. Die Retter, die bis dahin nur Tote geborgen hatten, dachten, er sei jener Geist, der schon seit Jahrhunderten die Bergleute umgetrieben hat.

Wie historisch belegt und in meinem Buch von 2011 „Die Explosion – In 1.000 Metern Tiefe“ ausführlich dokumentiert, war es in der 1. Abteilung an jenem Tag, 8.20 Uhr, zu einer Methangas-Kohlenstaub-Explosion gekommen. Von den 178 Kumpeln, die in die Tiefe gefahren waren, fanden 123 den Tod. Aus dem Abbaufeld 816 konnten sich 50 Bergleute retten, 51 wurden in der Unglückswoche nur noch tot geborgen. 72 der Opfer im 819-Abbau verblieben vorerst in der Grube.

Die Explosion hatte sie innerhalb von Sekunden in den Tod gerissen. Feuer und Gas ließen kein Vordringen in das 819-Kohlenfeld zu. Um nicht das Bergwerk komplett zu verlieren, wurde die Abteilung luftdicht verschlossen. Nach einem Jahr wurde sie wieder geöffnet. Ziel: Bergung der Toten, Erkundungen zur Ursache der Katastrophe, Wiederherstellen der Abteilung für den Kohleabbau. Wiederum nach einem Jahr wurden diese Arbeiten abgeschlossen. Von den 72 Todes¬opfern, die 1960 nicht mehr geholt werden konnten, waren 55 geborgen worden, 11 konnten nicht mehr identifiziert werden, sechs verblieben für ewig im Schacht. Für alle diese Opfer gibt es Stätten des Gedenkens in Zwickau.

Der Autor, Hans Häber, legt erneut ein Buch über Katastrophe und Schicksal der Bergleute in der 1. Kohlenabteilung am 22. Februar 1960 des Bergwerkes „Karl Marx“ in Zwickau vor. In ihm hat er noch einmal, „tiefer gegraben“, um das tragische sowie dramatische Ereignis von damals für den heutigen Leser – zu ERHELLEN!.

Besonderheiten für den Leser im Buch:

  1. Die Ausgabe „Ein nützlich Bergbuchleyn von allen Metallen“ von Rülein von Calw im Original als Monographie des Drucks von 1527.
  2. Auszüge vom 1556 erschienen Buch „De re metallica“ von Georgius Agricola

Verlag DENKart-Berlin
480 Seiten
ISBN 978-3-00-066768-8

17,00 € (inkl. 7% MwSt.)

Informationen und Bestellungen: hanshaeber@aol.com
www.hans-haeber-buecher.de